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VERWENDERINFORMATION

Verwenderinformation: Einsatzjacke IKARUS und Einsatzhose IKARUS

Ausgabe 2021/06

Baumusterprüfbescheinigung Nr.: VN615 235187

Gültigkeit: Ende Juni 2029

Einsatzjacke IKARUS Art.Nr.: 703/2648 und Einsatzhose IKARUS Art.Nr.403/2649 wurden nach den strengen Auflagen der PSA Verordnung EU2016/425 (Persönliche Schutzausrüstungs Sicherheits Verordnung EU2016/425, Kategorie III) entworfen und einer Qualitätssicherung unterworfen. Diese Qualitätssicherung wird durch eine externe Stelle überwacht.

Nachfolgenden Normen wurde die Einsatzjacke und Einsatzhose IKARUS zertifiziert:

  • EN ISO 15384:2020 + A1: 2021
  • EN ISO 11612:2015 A1 B1 C1
  • EN 1149:2018

Erläuterung:

Icon 1 Schutzkleidung für die Feuerwehr – Brandbekämpfung im freien Gelände

Die Einsatzbekleidung gemäß EN ISO 15384:2020+A1:2021 ist für den Einsatz bei der Brandbekämpfung im freien Gelände und den damit verbundenen Tätigkeiten bestimmt.


Icon 2 Schutzkleidung – Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen

Die Schutzkleidung gemäß EN ISO 11612:2015 ist für einen weiten Bereich von Endanwendungen vorgesehen, bei denen Kleidung mit begrenzter Flammenausbreitung erforderlich ist und bei denen der Träger Strahlungswärme, konvektiver oder Kontaktwärme oder Spritzern geschmolzenen Metalls ausgesetzt ist.


Mögliche Leistungsstufen gemäß EN ISO 11612:2015

  • CODE A: Begrenzte Flammausbreitung
    A1= Flächenbeflammung und/oder A2 = Kantenbeflammung
  • CODE B: Konvektive Hitze
    Es gibt 3 verschiedene Leistungsstufen (3 ist die höchste Stufe)
  • CODE C: Strahlungshitze
    Es gibt 4 verschiedene Leistungsstufen (4 ist die höchste Stufe)
  • CODE D: Flüssige Aluminiumspritzer
    Es gibt 3 verschiedene Leistungsstufen (3 ist die höchste Stufe)
  • CODE E: Flüssige Eisenspritzer
    Es gibt 3 verschiedene Leistungsstufen (3 ist die höchste Stufe)
  • CODE F: Kontaktwärme
    Es gibt 3 verschiedene Leistungsstufen (3 ist die höchste Stufe)

Die Zahl hinter dem Buchstaben gibt die Leistungsstufe an.

Icon 3 Schutzkleidung – Elektrostatische Eigenschaften

Die Einsatzjacke IKARUS muss immer gemeinsam mit der Einsatzhose IKARUS getragen werden.

Die Bekleidungskombination erfüllt die Anforderungen der Richtlinie ÖBFV-RL KS-03 „Bekleidungsvorschrift für die Feuerwehren Österreichs 'Einsatzbekleidung' " (Ausgabe vom 12.09.2023).

Einsatzjacke IKARUS und Einsatzhose IKARUS werden aus folgenden Materialzusammenstellungen hergestellt:

Oberstoff 1:

  • 38% Viscose FR
  • 32% Meta-Aramid
  • 20% Para-Aramid
  • 9% Polyamid 6.6
  • 1% Antistatik

Oberstoff 2 - Variante 1

38% Viskose FR, 32% meta-Aramid, 20% para-Aramid, 9% Polyamid 6.6, 1% Antistatik, Keramikbeschichtung

Oberstoff 2 - Variante 2

100% P-AR (Kevlar) mit silikon carbon Beschichtung

Verwendung

Diese PSA bietet Schutz bei Feuerwehreinsätzen im Außengelände und damit verbundenen Aktivitäten sowie bei Rettungs- und Katastropheneinsätzen. Sie ist jedoch nicht dafür gedacht, direkten Flammen, Hitze oder Strahlung ausgesetzt zu werden. Beachten Sie, dass die PSA keinen Schutz bietet, falls der Träger von Feuer umgeben ist.

Der Schutzumfang dieser persönlichen Schutzausrüstung entspricht den Richtlinien der PSA-Verordnung (EU) 2016/425 und den daraus resultierenden Normen gemäß der Konformitätserklärung. Es wird kein zusätzlicher Schutz garantiert, insbesondere nicht in Fällen von chemischen, biologischen, elektrischen oder radioaktiven Gefahren, die den Einsatz zusätzlicher Schutzausrüstung erfordern.

Es ist wichtig, vor dem Gebrauch dieser persönlichen Schutzausrüstung eine Risikobewertung durchzuführen, um festzustellen, mit welchen Risiken der Anwender bei verschiedenen Einsätzen konfrontiert sein könnte. Die Ergebnisse dieser Bewertung sind ausschlaggebend für die Auswahl und Verwendung angemessener Schutzausrüstung, gegebenenfalls mit spezifischen Schutzniveaus.

Stellen Sie sicher, dass die vorliegende PSA den Anforderungen Ihrer Risikobewertung entspricht, um einen angemessenen Schutz zu gewährleisten. Dieses Bekleidungsstück muss ordnungsgemäß verschlossen sein um den Schutz nach EN 15384 zu erfüllen.

Bei Feuerwehreinsätzen im Außengelände müssen neben der Schutzkleidung auch alle weiteren notwendigen Schutzausrüstungen verwendet werden.

Weiters ist zu beachten, dass ausschließlich die mitgelieferten Knieprotektoren der Firma Kobleder Art.Nr.: 99118 (S), 99092 (M), 99119 (L) eingesetzt werden dürfen, um Schutz nach EN 15384 zu gewährleisten. Beim Einsatz von anderen Knieprotektoren erlischt der Schutz nach EN 15384.

Es ist nicht erlaubt, aufgrund des Schutzes der Kleidung gezielt Gefahren zu suchen, Befehle zu missachten oder unvorsichtig zu handeln. Diese Schutzkleidung bietet keinen zusätzlichen Schutz gegen Chemikalien oder Witterungseinflüsse, sie ist lediglich Wasserabweisend.

Zusätzlicher Schutz gegen witterungsbedingte Einflüsse, sowie Chemikalieneinwirkung ist nicht gegeben.

Für die spezielle Brandbekämpfung (Brandannäherung oder Brandeintritt) ist eine andere oder zusätzliche Bekleidung gemäß EN 1486 erforderlich.

Wenn die Kleidung durch Schmutz, Hitze oder Chemikalien derart kontaminiert ist, dass sie durch Reinigung nicht mehr wiederhergestellt werden kann, ist sie als Schutzkleidung nicht mehr verwendbar.

  • Schutz nach ISO 15384:2022-04 ist nur gegeben, wenn Jacke und Hose (oder Latzhose) zusammen und verschlossen getragen wird
  • Alle Verschlüsse (Reißverschlüsse, Kragen, Taschen,&) müssen verschlossen sein.
  • Alle Patten und Leisten müssen unbedingt geschlossen sein, auch wenn sich dahinter ein Reißverschluss befindet
  • Die Schutzkleidung ist vor Benutzung auf Beschädigung zu prüfen.
  • Die Schutzkleidung ist vor Benutzung auf Verschmutzung zu prüfen.

Wartung / Alterung

  • Ausbesserungen oder Reparaturen, dürfen aus Sicherheitsgründen ausschließlich vom Hersteller und deren ausdrücklich zugelassenen Reparaturstellen ausschließlich nur mit Originalmaterialien, vorgenommen werden.
  • Zugelassene Reparaturstelle: Brandschutz EIBEL GmbH, Ilz 301, 8262 Ilz, Österreich
  • Da kein Verfallsdatum angegeben ist, treffen folgende Aussagen auf Alterungsfaktoren zu, die Einfluss auf die Haltbarkeit der Schutzkleidung haben können:
    • Starke mechanische Einwirkungen auf die Kleidung (scheuern, kriechen) können das Material beschädigen und die Schutzwirkung erheblich beeinträchtigen oder aufheben.
    • Sichtbare Veränderungen (Löcher, Scheuerstellen, etc) sind Anzeichen, dass die Bekleidung an diesen Stellen vermindert oder gar keinen Schutz mehr bietet.
    • Wirken chemische Substanzen (Lösemittel, Säuren, Laugen, etc..) auf die Bekleidung ein, kann selbst bei vollumfänglicher Gewährleistung der Schutzfunktion eine Schädigung durch Langzeiteinwirkung nicht ausgeschlossen werden.
    • Falsche Pflege kann auch sichtbare Veränderungen der Bekleidung verursachen. Starke Farbveränderungen können ein Zeichen dafür sein, dass die Schutzkleidung ihren Schutz nur mehr vermindert oder gar nicht mehr erfüllt.
    • Hinweise für eine mögliche Alterung oder Verminderung der Schutzleistung:
      • Beschädigte oder offene Nähte
      • Löcher
      • Scheuerstellen
      • Etc..
  • Auch eine korrekte Lagerung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Alterung. Bitte unbedingt auf eine ordnungsgemäße Lagerung achten (sauber, dunkel, keine großen Temperaturschwankungen, trocken, etc.) Auch die Einwirkung von UV-Licht kann die Lebensdauer wesentlich verkürzen.

Pflegeanleitung

Alle Taschen sollten vor der Wäsche entleert werden. Die Feuerwehrbekleidung sollte komplett verschlossen werden (Reiß- und Klettverschluss) und auf rechts gedreht werden, um den Oberstoff nach außen zu bringen und die Reflexstreifen sichtbar zu machen. Offene Klettverschlüsse sollten abgedeckt werden, und Karabinerhaken aus den Taschen sollten entfernt werden, um Scheuerstellen am Obermaterial zu vermeiden.

ACHTUNG! Die Haken-und Flauschbänder müssen während der Verwendung immer komplett geschlossen sein!

Waschtemperatur: 60° C
Waschmittel: neutrales Waschmittel
Schleudern: mäßig schleudern erlaubt
Spülen: gründliches Spülen
Bügeln: Bügeln nicht über 150°C, mäßig heiß bügeln
ACHTUNG! Reflexstreifen dürfen nicht gebügelt werden!

Verwenden Sie bei der Pflege bitte keinen Weichspüler, Bleichmittel, optische Aufheller oder Geruchsverbesserer, denn diese können die Schutzwirkung möglicherweise beeinflussen.

Sollte die Bekleidung keinen Abperleffekt gegenüber Wasser mehr zeigen, ist eine Nachimprägnierung mit empfohlenen Mitteln oder ähnlichen Imprägniermitteln notwendig, welche jedoch die Schutzwirkung der PSA keineswegs beeinflussen dürfen. Eine Nachimprägnierung wird empfohlen, mindestens nach jeder zweiten Wäsche. Empfohlenes Imprägnierungsmittel: Nuva N 2114 (Firma Archroma) oder ähnliche Imprägnierungsmittel zugelassen für Schutzbekleidung der Feuerwehr.

Eine chemische Reinigung ist (insbesondere bei Öl- oder Fettverschmutzung) möglich, jedoch können Lösungsmittelrückstände die Flammschutzwirkung beeinträchtigen. Diese Rückstände müssen durch zusätzliche Spülvorgänge in Wasser restlos entfernt werden. Nach jeder chemischen Reinigung ist eine erneute Imprägnierung notwendig. Schonende Perchloräthylen-Reinigung.

Hinweise für Haushaltswäsche:

Trennen Sie Feuerwehrbekleidung von anderen Kleidungsstücken, um die Ablagerung brennbarer Fasern oder Partikeln zu vermeiden.

Achten Sie darauf, dass keine brennbaren Rückstände von Pflegemitteln auf der Kleidung verbleiben. Verwenden Sie nur empfohlene oder geprüfte Produkte.

60°C waschbar, reduzierte Beladung, Programm mit hohem Waschflottenstand einstellen, Feinwaschmittel verwenden. Dosieren Sie das Waschmittel entsprechend den Herstellerangaben und berücksichtigen Sie den Wasserhärtegrad.

Lassen Sie ein volles Spülprogramm durchlaufen, um Waschlaugenrückstände zu entfernen.

Hinweise für Industriewäsche:

Waschtemperatur: 60° C
Waschmittel: neutrales Waschmittel
Spülen: um brennbare Waschlaugenrückstände zu entfernen sehr gründlich spülen
Trocknen: Tumbeln nicht möglich, Lufttrocknung.
Bügeln: Bügeln nicht über 150°C, mäßig heiß bügeln
ACHTUNG! Reflexstreifen dürfen nicht gebügelt werden!

Der Träger muss sicherstellen, dass ihm die Schutzbekleidung passt, an Handgelenken und Knöcheln ausreichend überlappt und immer mit allen Druckknöpfen geschlossen getragen wird (inkl. Stehkragen). Dies gilt auch für Pattentaschen, welche mit Druckknöpfen verschließbar sind.

Pflegekennzeichnung



MAK KS03 EU Konformitätserklärung hier einsehen.